Scheinwerfer überhaupt. Findet da draußen ein “Aufrüsten” statt? Jedem das seine, sollte es ja heißen. Aber wenn die “LUX-Wahnsinnigen” nicht in der Lage sind, die Scheinwerfer richtig einzustellen, stellen Sie für den entgegen kommenden Verkehr eine Gefahr da. Selbst richtig eingestellt, mir sind die zu hell. Man sieht sozusagen vor lauter LUX die anderen Verkehrsteilnehmer nicht mehr.
Wie Scheinwerfer eingestellt sein sollten, findet man im § 67 Abs 3 StVZO oder hier.
Zudem frage ich mich nach dem Sinn solcher Flutlichtanlagen am Rad, zumindest in der Stadt. Eine Folge der 60 LUX-Fahrer ist es auch, dass “unterbeleuchtete”,
besser normal beleuchtete Radfahrer schneller übersehen werden, genauso wie bei den Wa(h)(r)nwestenträgern und Nichtträgern.
Die “edit:60 und mehr” LUX-Leuchten empfinde ich ähnlich nervig wie die Xenon-Scheinwerfer bei den Autos, und ja, mich blenden die, auch wenn das nicht messbar ist/sein sollte und selbst wenn diese auch richtig eingestellt sind.
Man kann es auch übertreiben mit dem Sehen und Gesehen werden, vor allem gegenüber anderen “normal beleuchteten und gekleideten” Verkehrsteilnehmern.
Ich wiederhole mich in diesem Falle gerne, Entschleunigung würde für alle Verkehrsteilnehmer tatsächlich mehr Sicherheit bedeuten.





Ja, mich blenden die auch, genau wie die Xenon-Scheinwerfer bei Autos. Wahrscheinlich bin ich etwas empfindlich.
Nichtsdestotrotz habe ich auch einen LED-Scheinwerfer (ich glaube, 40 Lux) am Rad, sonst könnte ich den ganzen Winter lang nämlich nicht radfahren, da man mit den normalen Funzeln (auch Halogen) einfach nichts im stockdunklen Wald erkennen kann. Auf meiner Strecke zur Arbeit habe ich ca. die Hälfte unbeleuchtete Wald- und Feldwege.
Außerorts finde ich das auch angebracht, im dunklen Wald alle Mal. 40 Lux sind ja nicht 60 oder gar 100 Lux. Letztere sind zwar im Bereich der StVZO nicht zugelassen, werden aber trotzdem mit “So hell wie ein Autoscheinwerfer – Für das Gelände und die Straße” beworben. Kosten allerdings 579 Euro, wird sich wohl nicht durchsetzen.
Ich finds super, wenn man selber was sieht und gesehen wird, aber mich blenden die Dinger auch total und ich habe ein besch.. Gefühl, wenn ich an denen vorbei fahre, da ich nämlich in ein schwarzes Loch fahre, ich selber sehe vor lauter Geblendetsein nichts
Schwierige Frage; irgendwo in der Mitte und richtig eingestellt, das wäre wohl die Lösung, jedenfalls die, die ich favorisiere
das schwarze Loch bei den Autofahrern oder auch bei den Radfahrern?
Wenn die 40-60-Lux-Scheinwerfer richtig eingestellt sind blenden die nicht, Autoscheinwerfer blenden da wesentlich mehr.
Wichtig für mich ist jedenfalls dass ich selbst etwas sehe und da sind für mich die 40-Luxer von B&M z.B. das Minimum.
Wenn andere mit schwachen Halogenfunzeln fahren fühle ich mich nicht auch dazu gezwungen.
Stand der Technimk ist nunmal LED mit besseren Leuchtwerten, jeder klann sich das ohne große Investition ans Rad dranschrauben.
Der Aufrüst-Wahsinn nimmt seinen Lauf. Bei den neuen Tagfahrlicht-Scheinwerfern besagter Firma, wohlgemerkt für Fahrräder ist es gar nicht möglich, nicht zu blenden. Man soll ja gesehen werden. Tagsüber wird das dann als super hell beworben, nachts “nur noch hell”, und der Bereich “Sehen” wird mit 40 bis 60 Lux angegeben, für mich und andere superhell geradezu blendend.
Ich bin nicht gegen Weiterentwicklungen auf dem Gebiet, aber wenn andere dadurch benachteiligt werden, schon.
Die Hauptgefährdung im Straßenverkehr liegt in den unterschiedlichen Geschwindigkeiten der Verkehrsteilnehmer. Innerorts flächendeckend max. Tempo 30, das wäre der richtiger Ansatz.
Ich sehe mit meinen 17 Lux genug, auch auf unbeleuchteten Wegen.
Naja, als Aufrüstwahnsinn würd ich es nicht bezeichnen wenn man eine angemessene Beleuchtung am Rad hat (lediglich als Gleichziehen mit anderen Fahrzeugen). Tagfahrlicht brauch ich nicht, blenden tu ich auch nicht (selbst getestet und entsprechend eingestellt). Meine Lampe leuchtet nur so dass ich was sehe und selbst gesehen werde. Mit 17 Lux sehe ich nicht ausreichend und begebe mich in Gefahr auf meinem täglichen Arbeitsweg über teilweise unbeleuchtete Straßen. Das ist Beleuchtungstechnik von vorgestern mit der ich mich selbst gefährde.
Mit der generellen Reduzierung der Höchstgeschwindigkeit auf Tempo 30 oder gar 20 in Wohngebieten bin ich mit dir einer Meinung.
Entschleunigung ist dringend geboten.
Mit Deinen beiden letzten Sätzen würde sich die ganze Beleuchtungsproblematik erübrigen.
Meinetwegen 40 Lux, außerorts 60 Lux, ABER, es geht doch immer weiter. Hat die andere Seite wieder hellere Scheinwerfer, rüstet die andere Seite auch wieder auf, wo soll das denn hinführen, Flutlicht in den Innenstädten?
Ich hatte früher auch die 17Lux Lampen am Rad – die sollten inzwischen das absolute Minimum sein. Inzwischen habe ich auch aufgerüstet und fahre eine 60Lux Lampe – allerdings fahr ich vorwiegend auf Landstraßen und da will ich auf die 60 Lux net mehr verzichten. Die erste Fahrt mit der 60 Lux Lampe war ein richtiges aha Erlebnis. Als ich auf ne Kuppe zu fuhr und mir ein Auto entgegen kam hat der Fahrer abgeblendet noch bevor er mich sehen konnte. Auf die Sicherheit will ich net mehr verzichten und im dunkeln bzw. bei schlechten Sichtverhältnissen hab ich auch ne Warnweste an. Das ist immerhin der einzige Schutz den wir Radfahrer haben nämlich gesehen zu werden.
Aber auch so Kekleidet und beleuchtet ist es mir schon passiert dass ich von den Jungs mit der komischen blauen Lampe auf dem Dach angehalten wurde weil sie mich angeblich fasst net gesehen hätten.
Außerorts ist das eine ganz andere Geschichte, die Warnweste nehme ich da mal raus
. Auf Landstraßen, wo Autofahrer 100 + km/h unterwegs sind, bin ich z. B. auch eindeutig für einen abgetrennten Radweg. Alles andere wäre Wahnsinn.
Aber irgendwie widersprechen ja 60-Lux-Lampen und Warnwesten, wenn man dann doch (fast) nicht gesehen wird, selbst von den BlauenLampenJungs.
Es ist auch einfach eine Frage der Zeit, bis dann der motorisierte Verkehr wieder aufgerüstet hat, dann wird der Radverkehr wieder nachziehen.
Es wird nur an den Symptomen herumgedoktert, nicht an den bzw. der Ursache(n), zu hohe Geschwindigkeiten und zu große Unterschiede zwischen den Verkehrsgruppen.
Ich konnte mir auch nur mit Mühe die Frage verkneifen ob die Frostbeule auf dem Auto was mit dem Zustand der Fahrer zu tun hat. Was die sogenannten Radwege neben der Fahrbahn angeht – ich nenne sie eigentlich lieber Radwanderwege – bin ich vom Konzept nicht überzeugt. Hier ist das Problem dass diese Wege nicht nur von Radfahrern sondern auch von Fußgängern (meist dunkel gekleidet) und ihren Vierbeinern benutzt werden. Da gibt es dann des öfteren Flughunde zu sehen wenn sich ne dünne Automatikleine von einem Rad erfasst wird ist das wahrscheinlich ähnlich gefährlich wie die Straße selbst.
Ich meinte mit “Radwegen” auch die, die über Land gehen, also dann auch weniger von Fußgängern und Hunde(Nicht)haltern frequentiert werden. Und die AUtos fahren da ja schon 100 km/h und mehr, stelle ich mir nicht lustiger vor.
Dann werden bei uns die Über Land Radwege anders genutzt. Hier laufen mehr Leute mit ihren Vierbeinern drauf rum als Radfahrer dort lang fahren.
Fährst Du denn dann tatsächlich auf der Straße mit den über 100 km/h schnellen Blechdosen?
Klar!
Allerdings net wie wir´s mal gelernt hatten am rechten Straßenrand, sondern fasst in der Mitte der Fahrbahn – aus Notwehr. Wenn ich mich doch mal zu weit rechts wiederfinde werd ich prompt mit 100 Sachen und nem Abstand von max. 20cm überholt. Bei den Strecken die ich fahr gehts auch kaum anders – Betonwege Seitlich zum Straßenverlauf sind hier eher selten.
Heute morgen auch wieder erlebt: Autofahrer hat meine Beleuchtung gesehen, bevor wir in der Kurve aufeinandergetroffen sind und fuhr sehr langsam auf mich zu (sehr enge Straße).
Das nenne ich echt einen Vorteil. Man wird eher gesehen und vermutlich kann ein Autofahrer erstmal gar nicht erkennen, ob das z. B. ein Mofa oder ein Fahrrad kommt. Aber er wartet, bevor er aus der Seitenstraße rausfährt. Bei Funzeln wird nicht so vorausschauend gefahren, weil die nicht wahrgenommen werden.
Wenn ich nur auf beleuchteten Straßen unterwegs wäre, würde mir aber eine “normale” Lampe reichen.
Was micht persönlich nervt, sind diese Tagfahrlichter bei Rädern. Die gondeln dann auf dem Radweg rum und blenden; ich würde sie auch ohne Licht sehen, bin ja nicht blind.
Das stimmt wohl, aber in den Städten mit einer vernünftigen Straßenbeleuchtung wage ich diesen Effekt des früher “Gesehenwerdens” zu bezweifeln.
Deine Unterscheidung zwischen außerorts und innerorts würde ja ein Abblendlicht für Fahrräder verlangen. Ich baue doch nicht permanent die Lampe um. Die einfachen LED-Lampen von B&M haben zumindest die Möglichkeit, Lampenkopf zu kippen (in der Stadt nach unten, auf unbeleuchteten Wegen nach oben).
Ich selber fahre auch mit der 60lux Lampe von B&M. Auf meinem Arbeitsweg fahre ich innerorts ca. 8 km auf unbeleuchteten, komplett dunklen Wegen, 6km auf gut beleuchteten Straßen. Hier ist es unabdingbar, dass man Unebenheiten, Zweige und Fußgänger zeitig genug erkennen kann. Mit Halogenlampen ist dies nicht möglich. Dass die Lampe entsprechend nach unten gekippt sein muss ist klar. So blende ich garantiert weniger als jedes Auto.
Ich habe mich übrigens bewusst für die 60-lux-Variante entschieden, da die 40-lux-Lampe ein sehr fest umrissenes Leuchtfeld hat. Aufgrund des Kontrastes erkennt man direkt neben der beleuchteten Fläche auf der Straße nichts mehr. Die 60er leuchtet etwas diffuser und ist somit angenehmer. Vor dem Kauf habe ich beide getestet. Subjektiv gesehen habe ich keinen Helligkeitsunterschied in der Praxis feststellen können.
Kritisch sehe ich die Situation bei der Rückleuchte. Was hier laut StVZO möglich ist, ist einfach zu dunkel. Da muss sich etwas tun.
Das auf unbeleuchteten Wegen eine Halogenlampe unzureichend ist bestreitet ja kaum einer. Aus den vorherigen Kommentaren ist auch herauszulesen, dass in der Stadt, wo alles hell beleuchtet ist, ein schwächerer Scheinwerfer ausreicht. Da frage ich mich, warum es für Fahrräder nicht, analog zu Autos, Scheinwerfer mit zuschaltbarem Fernlicht gibt. Innerorts würde mit Abblendlicht (z.B. 20 Lux) gefahren, bei schlechten Sichtverhältnissen bliebe aber die Möglichkeit den Weg besser auszuleuchten (60 Lux). Bei Gegenverkehr wird dann das Fernlicht ausgeschaltet, damit niemand geblendet wird (funktioniert bei Autos seit Jahrzehnten weitestgehend).
Was das Tagfahrlicht angeht, verstehe ich die ganze Diskussion nicht. Im “dunklen Halbjahr” fahre ich auch tagsüber mit Licht, weil man nicht nur besser, sondern überhaupt gesehen wird.
Das man umschalten könnte, wäre gar nicht schlecht. Ich fürchte nur, das die meisten Radler dann immer mit 60 Lux fahren, weil man es einfach vergisst, so wie bei den Nebelschlussleuchten beim Auto.
Ich gehe mal davon aus dass ein Scheinwerfer mit zwei Helligkeitsstufen für Fahrräder in der StVO nicht erlaubt ist. Technisch dürfte es ja wohl kaum ein Problem sein. Tagfahrlichter am Fahrrad kann ich nicht beurteilen – die hab ich noch nicht in Aktion gesehen – aber ich halte auch nix davon.
Auch die StVO kann man ändern
, dauert nur.
Stimmt!!
“So blende ich garantiert weniger als jedes Auto.”
Dann wäre doch eine Umschaltmöglichkeit ein Fortschritt oder?
Vielleicht irre ich, aber es gibt derzeit keine Scheinwerfer für Räder, wo man munter hin- und herschalten, auf- und abblenden kann. Diese neuen LED-Leuchten gibt’s sowieso erst seit ein paar Jahren, aber ich kann mir schon vorstellen, dass B&M dran arbeitet, die Technik weiter zu verfeinern.
Und wenn man an trüben Tagen mit Tagfahrlicht am Rad auf Straßen unterwegs ist, halte ich das durchaus für sinnvoll, damit man von den Autisten gesehen wird.
Auf 2Richtungs-Radwegen wird man dagegen ständig von entgegenkommenden Radlern geblendet, obwohl man die auch ohne Tagfahrlicht locker erkenn kann, so dicht, wie man aneinander vorbeifährt. Und Autofahrer schauen eh nicht, was auf Radwegen fährt; wenn man Glück hat, höchstens beim Abbiegen. Da könnte dann die Lampe wieder von Vorteil sein.
Aber man muss es auch nicht übertreiben. Man muss schon als Verkehrsteilnehmer jeder Art auch SCHAUEN und aufmerksam sein und nicht nur so vor sich hinfahren und nix so richtig wahrnehmen. Damit wäre schon viel gewonnen.
Abgesehen davon sind die Empfindungen, ob man sich geblendet fühlt oder nicht, sehr individuell. Ich sitze z. B. im Büro mit Kollegen, die auch beim strahlendensten Sonnenschein die allgemeine Neonbeleuchtung im gesamten Büro anknipsen. Die, die das etwas differenzierter brauchen, haben da halt Pech gehabt.
iiih Neonbeleuchtung, haben wir hier auch, allerdings meistens aus, eine schöne alte Schreibtischlampe mit einer Glühbirne, reicht da voll aus.
Diese LED-Lampen erinnern mich irgendwie an diese unsäglichen Energiesparlampen, ein unangenehmeres Licht gibt es kaum.
Zu: “Vielleicht irre ich, aber es gibt derzeit keine Scheinwerfer für Räder, wo man munter hin- und herschalten, auf- und abblenden kann. ”
Von B&M gibt es den Lumotec IQ Fly. Dort lässt sich der Kopf im Winkel dreistufig ändern: abgeblendet, normal, Fernlicht. Die Helligkeit ändert sich allerdings nicht.
Na, das wäre doch schon einmal etwas, für “Lux-Fans”.
gegen eine tolle helle Fahrradbeleuchtung mit viel Lux spricht nichts. Finde ich. Ich stelle folgende Behauptung auf: Man wird von Autofahrern ernster genommen, wenn man eine sehr helle Beleuchtung am Rad hat. Kann ich nicht beweisen, aber ich glaube es. Auch das sogenannte Tagfahrlicht am Rad finde ich nicht schlecht. Und das Argument mit hellem Licht schadet man den Radfahrern die kein Licht haben ist schwach. Jedes neu zugelassene Auto hat Taglicht. Das schadet vielleicht jedem Radfahrer.
Ich gebe Dir vollkommen Recht. Mann wird von den anderen Verkehrsteilnehmenr ernster genommen.
Radfahrer mit hellem Licht können Fahrer ohne Licht nicht schaden, denn die dürften eigentlich nicht auf der Straße sein.
Und davon einmal abgesehen – es geht um meine Sicherheit und da werde ich immer versuchen mich so sichtbar wie nur möglich zu machen.
Ohne Licht auf keinen Fall, aber die mit den herkömmlichen Scheinwerfern werden dann schneller übersehen.
Zumindest bei neuen Rädern sehe ich keinen Grund warum noch jemand ne 10Lux Funzel am Rad hat. Es gibt schon Vernünftige Lampen für relativ kleines Geld. Außerdem würde ich mir gerne mal die Autos der Leute ansehen – da sind bestimmt jede Menge nachgerüstete Tagfahrlichter zu sehen und tiefer gelegt sind vermutlich auch noch viele – und wenn ich dafür Geld habe dann sollten ein paar Euro für vernünftige Beleuchtung am Rad drin sein. Ich fahre schon immer möglichst helle Lampen am Rad zum einen damit ich besser gesehen werde und zum anderen damit ich selbst auch besser sehe.
Aufpassen muss man als Radfahrer immer, auf ein helleres Licht würde ich mich da nicht verlassen.
Ich verlass mich da ja auch net drauf – aber es hilft.
Tagfahrlicht für Autos = Gefährdung für Radfahrer, wird wohl so werden. Radfahrer mit normalen oder schwachem Licht werden deshalb übersehen, da der gemeine Autofahrer sich ganz schnell in seiner Wahrnehmung daran gewöhnt, er übersieht einfach die anderen Radfahrer. Ähnliches befürchte ich auch in der Sache Warnwestenträger und Nichtträger
Ich habe die letzten Tage mal auf die Radfahrer geachtet, die mir frühmorgens entgegen gekommen sind. Da war kein einziger dabei, der mich mit einem Übermaß an Photonen geblendet hätte oder neben dem ich in ein schwarzes Loch gefallen wäre. Vielmehr war der Anteil derer erschreckend groß, die entweder ganz ohne Licht oder mit einer kaum sichtbaren Funzel unterwegs waren. Insofern kommt mir die Diskussion hier wie eine Geisterdebatte vor.
Interessante Wahrnehmung, wie unterschiedlich diese sein kann. Mein Hauptgrund für den Beitrag war es auch, dass helleres Licht subjektiv, meinetwegen auch objektiv, mehr Sicherheit bringen soll. Ich glaube allerdings weiterhin, dass ein max. Tempo 30, noch lieber 20, viel mehr an Sicherheit bringen würde, als helles Licht, Warnwesten und Helme zusammen.
dass Tempo 30 innerorts sicherheitsfördernder ist als manch andere Maßnahmen wird mit Sicherheit so sein. Das bestreitet keiner. Das kann man als einzelner Radfahrer jedoch leider nicht von heute auf morgen einführen. Ein helles Licht kann sich jeder montieren.
Seitdem an fast allen Neurädern Nabendynamos sind, nimmt gefühlsmäßig die Licht-Quote unter Radlern stark zu. Und nebenbei gesagt, fühle ich mich nur extrem selten geblendet durch Radler (München).
Wahrnehmung aus Berlin
Ich finde vernünftiges Licht und Gesehenwerden auch gut und super wichtig. Bei Tag und bei Nacht. Was mich persönlich mittlerweile stört, ist die Aufrüstung mancher Radfahrer, die beispielsweise mit zwei oder drei Frontleuchten fahren. Dann gibt es die “Leuchtreklamen”, die mit blinkenden Hosenbändern fahren oder funzeligen “Rückleuchten” in allen erdenklichen Farben, die an Rucksack, Helm, oder sonstwas geklemmt werden. Das irritiert mehr, als das es nutzt. Und am Unseligsten natürlich die, die gänzlich ohne Beleuchtung fahren (kommt in der Stadt sicherlich häufiger vor, als auf meinem täglichen Weg zur Arbeit).
Ich stimme auch dem zu, was einige hier sagen: Meine Chance als Radfahrerin ist es im Wesentlichen, gesehen zu werden.
Wenn die vielen Lampen Dich irritieren dann hat´s schon seinen Zweck erfüllt – Du bist Aufmerksam geworden. Helmlampe fahre ich selbst auch – und zwar um den Straßenrand besser ausleuchteten. Ich hab´s trotz meiner 60Lux Lampe schon erlebt, dass plötzlich Leute am Straßenrand aufgetaucht sind die im Scheinwerfer wegen ihrer Tarnkleidung net zu sehen waren. Erschwerend kommt hinzu, dass ich öfters durch bewaldete Gegenden fahr und dann auch Rehe, Füchse und ganze Wildschweinrotten als Weggefährten erlebt habe – und die lassen sich durch Licht einigermaßen in schach halten.
Also, daß ich mit meinem 60 Lux b&m anderen Radlern mit schwachen Lampen schade, mag vielleicht sein. Eine entsprechende Studie zum Thema Tagfahrlicht am Auto gibt es bereits aus Österreich.
Aber dann müsste ich Nachts besser ohne Licht fahren, um die Komiker, die das auch tun zu schützen.
Nene! Je heller, desto besser, denn mit dem hellen Ding werde ich wirklich ernster genommen.
Die gesetzlich vorgeschrieben 10 Lux sind dagegen inzwischen wirklich ein Witz! Sieht man aber auch nur noch ganz selten, weil unter Halogen nichts mehr verkauft wird. Und dann sind wir schon bei 17 Lux.
Übrigens, es um die Montagehöhe von Scheinwerfern. Mindestens 40 cm, wenn ich mich recht entsinne. Wie beim Auto.
Und höchstens 1 Meter ist korrekt. Und ich würde immer möglichst hoch bevorzugen, wegen der Sichtbarkeit!
Das Tagfahrlicht für Fahrräder finde ich dagegen dann wirklich übertrieben.
An den wirklich gefährlichen Stellen würde ein Autofahrer, der mich übersieht sowieso auch mein Tagfahrlicht übersehen, so ich eines hätte.
Was das Fernlicht angeht, ich hatte mal die Möglichkeit getestet, einen zweiten Scheinwerfer zu montieren, der höher eingestellt war und dazu einen Umschalter.
Schaltungstechnisch etwas verzwickt, weil in dem Moment auch das Rücklicht an den Fernlichtscheinwerfer umgeschaltet werden muss.
Oder ich kann das normale Licht mehr mit der Einschaltautomatik nutzen, die ich wirklich sehr liebe!
Das Thema Rücklicht und die StVZO ist allerdings wirklich traurig!
Ich habe hinten ein b&m Diodenrücklicht.
Wenn ich ausserhalb der Stadt nachts unterwegs bin, stecke ich ein zusätzliches Batterielicht an. Weiß nicht genau, wie das heißt, aber oben drauf steht “Superflash” und so leuchtet es auch! Es blickt ganz ekelig fies!
Ist zwar streng genommen verboten, aber ich hoffe, die Herren in Blau werden es mir notfalls verzeihen….
Hast Du einen Link zu der Studie, ich fühle mich jetzt schon bestätigt.
Ich bin nicht gegen helleres Licht im Prinzip. Ich sehe nur, dass alle Verkehrsteilnehmer, immer unter dem Aspekt mehr Sicherheit, immer weiter aufrüsten. Immer heller, immer schneller.
Ähnlich ist es bei der Helmpflichtdiskussion und dem Tragen von Warnwesten. Wir als Gefährdete sind dann selbst schuld, wenn wir über den Haufen gefahren werden, weil wir entweder keine Warnweste getragen haben, keinen Helm auf hatten oder keine 60 LUX Lampe am Fahrrad hatten. Es sind nur die Symptome, nicht die Ursache.
Die Gefährder brausen munter weiter mit 50 km/h und mehr durch die Stadt. Die Stadt gehört dem Menschen, nicht den Autos.
Innerorts Tempo 30, besser 20, und viele Probleme sind vom Tisch.
Außerorts kann ich weniger beurteilen, da ich dort so gut wie nie unterwegs bin.
Nein, zu der Studie habe ich keinen Link.
Vor ein paar Jahren kam das mal in “nano” auf 3sat im TV.
Aussage war, daß Tagfahrlicht die Aufmerksamkeit auf die Autos leenkt und die Fußgänger dann weniger beachtet werden.
Helmpflicht bin ich absolut dagegen! Und dabei bin ich selber überzeugter Helmträger.
Das würde viele Menschen, die auch heute keinen Helm brauchen vom Radfahren abschrecken. Radfahren würde dann gefährlicher werden.
Und Warnwesten? Meine Tochter hat vor ein paar Wochen eine von der Schule bekommen und trägt sie nicht. Und ich werde sie ganz bestimmt nicht dazu ermuntern. Schaut sie ja aus, wie Müllmann!
Ich bin ohnehin gegen zu viele gesetzliche Regelungen. Wir haben schon zu viele davon.
Jeder sollte selber mit gesundem Menschenverstand entscheiden dürfen (und müssen).
Der gesunde Menschenverstand wird seit Jahren zu Tode reguliert!
Habe nicht das Original gefunden, aber eine andere “wissenschaftliche” Einrichtung, die sich darauf bezieht. Kernaussage
“Die Einführung des allgemeinen Tagfahrlichts bringt eine Benachteiligung der ohnehin schon schwächeren Verkehrsteilnehmer (Motorrad- und Fahrradfahrer, Fußgänger) im Straßenverkehr mit sich.”
Genau das ist meine Befürchtung. Es wird sich eins zu eins auf Warnwesten und hellere Lampen übertragen lassen.
Diese Diskussion ist völlig realitätsfremd.
1. Kein KFZ-Hersteller wird wegen eines hellen Fahrradscheinwerfers “aufrüsten”.
2. Helle LED-Fahrradscheinwerfer führen zu einer graduellen Angleichung, was die Beleuchtung auf unseren Straßen angeht. Darauf mussten wir Jahrzehnte warten – jedes Mofa war früher heller!
3. Meine Sicherheit hat für mich Vorrang. Ich will und muss zu jeder Zeit sehen können, egal, wie viel Licht um mich herum ist. Das geht bei einer halbwegs ordentlichen Geschwindigkeit (20-30 km/h) nur mit mind. 40 Lux.
4. Dass man sich an den weniger hellen Radfahrern zu orientieren hat geht in die völlig falsche Richtung: Wenn ich mich danach richten müsste, hätte ich KEINE Lampe oder bestenfalls eine 70er-Jahre-Funzel, einen Seitenläuferdynamo oder so etwas in der Art – und natürlich keine Reflektoren. Ich bin nicht für diese Dunkelradler verantwortlich!
5. Ein korrekt(!) eingestellter StVZO-konformer Scheinwerfer blendet nicht, sonst würde er keine Zulassung erhalten.
6. Eine Änderung der StVZO ist komplizierter, als man denkt. Das ist Spielfeld von Lobbyisten. Warum haben wir denn noch diesen völlig veralteten technischen Standard (10 Lux, 3 W, 6V), warum ist nur EIN Scheinwerfer erlaubt?
7. Natürlich wäre mehr Tempo 30 sinnvoll. Dies im Zusammenhang mit Fahrradbeleuchtung zu fordern ist niedlich. Glaubt jemand, dass die Politik Tempo 30 einführt, damit “wir” mit 10 Lux auskommen? Und: es gilt nicht überall Tempo 30. Durch “Verweigerung” in Bezug auf eine helle Beleuchtung (bzw. Bekleidung oder Reflektoren) wird das Radfahren nicht sicherer.
Nebenher: es gibt keine Maximalhelligkeit gem. StVZO. Ein 100-Lux-Scheinwerfer, der eine asysmmetrische Ausleuchtung gem. StVZO bzw. “TA” aufweist kann natürlich eine Zulassung erhalten (s. http://www.bumm.de/produkte/akku-scheinwerfer/big-bang.html).
Zur offensichtlichen Unsicherheit in Bezug auf gesetzliche Regelungen bei Fahrradbeleuchtung: Anfang Dezember erscheint in BikeBlogBerlin ein hierzu passender Artikel.
Leider verweist der Link oben noch auf meinen alten Blog. Die neue Adresse lautet: http://www.bikeblogger.de/
Da hat dann wohl jemand die Intention des Beitrags und die Diskussion nicht verstanden. Viele finden das überhaupt nicht realitätsfremd. Studien über die Benachteiligung normal beleuchteter Radfahrer gibt es schon.
Aber es scheint nach dem Prinzip ich ich ich zu gehen.
Selbst unter Radlern, Hauptsache ich habe helles Licht, Hauptsache ich kann so schnell fahren wie ich will, Hauptsache ich bin sicher, die anderen sind mir egal. Prinzip Autofahrer, schade!
Ziemlich unsozial oder?
Sorry für den “Ton”, aber wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus.
Ich bin völlig deiner Meinung.
Ich sehe auch keinen Sinn darin, dass ich abrüsten soll – und mich dadurch selbst gefährde – statt umgekehrt. Mann muss ja nicht gleich 60Lux – wie ich sie am Rad hab – dran schrauben aber mindestens die 17Lux von den besseren Halogenlampen wären sicher Sinnvoll und auch bezahlbar. Sicher kann man in der Stadt auf ein paar Lux verzichten, aber über wenn man wie ich ständig lange Strecken im Dunkeln über Land fährt kann´s kaum hell genug sein. Zudem interessiert es mich net, ob meine Warnweste aussieht wie “Müllmann” solang´s mir Sicherheit bringt.
Stimme ich vollkommen mit Dir überein 17 Lux reichen voll aus, zumindest in der Stadt. Vorgeschrieben sind übrigens 10 Lux.
Die Frage ist allerdings, was man unter normal beleuchtet versteht. Ich provoziere mal ganz bewusst und behaupte dass für mich alles was unter 30Lux ist net normal beleuchtet ist. Wer legt fest was “normal beleuchtet” ist?
Hatte ich oben schon geschrieben, im Augenblick gilt laut Wikipedia die 10 Lux Regelung. Das ist sozudagen die Mindestbeleuchtung. Wenn heute dann die 17 Lux Halogenlampen am meisten verbreitet sind, ist das schon eine Menge mehr Licht. Und wie gesagt ich beziehe mich auf den Bereich in den Städten. Auf dem Land und im dunklen Wald würde ich wahrscheinlich auch helleres Licht bevorzugen.
Volle Zustimmung in allen Punkten.
Ist auch kein Egoismus mit heller Beleuchtung zu fahren sondern einfach nur Orientierung am Stand der Technik. Wenn man sich da ausklinken will tut man das auf eigene Verantwortung, kann aber nicht von andern fordern, sich mangelfhaft zu beleuchten.
Mit mangelhaft beleuchten hat das nichts zu tun. Schlicht und einfach den Vorschriften entsprechend, und bei den 17 Lux Lampen sogar 7 Lux mehr als vorgeschrieben.
Mich beschleicht irgendwie das Gefühl, es geht nicht primär um mehr Sicherheit, sondern viel mehr darum, schneller zu fahren, und da liegt das Problem.
[...] mich gerade sehr rege an einer Diskussion über Beleuchtungsaufrüstung an Fahrrädern auf dem Blog Velowahnsinn beteiligt. Es geht dort darum, dass die neuen Lichtstarken Lampen mit 40 und mehr Lux eine immer [...]
Den Artikel hab ich inzwischen in “Tagfahr-rück-licht” umbenannt, da es mir mehr um das gesehen werden von hinten geht. Ein entsprechendes Rücklicht würde ich mir montieren – nach vorne halte ich das Tagfahrlicht für Unsinn.
[...] dann, wenn sie falsch eingestellt sind. „Der Radler“ fragt sich deshalb in seinem Beitrag („Ich habe den größten hellsten…“), ob derartige „Flutlichtanlagen am [...]
@ der Radler: Hast du dir mal Gedanken gemacht, mit welcher Lichtleistung ein durchschnittlicher Mittelklassewagen unsere Städte erleuchtet? DAS ist der Standard. Wenn man neben solch einem Lichtmonster wahrgenommen werden möchte sind 17 Lux nur noch niedlich. Wer nicht mehr möchte: von mir aus. Aber mach nicht diejenigen, die schnell und sicher mit dem Fahrrad fahren möchten, für Gefahren durch Kraftfahrzeuge im Straßenverkehr verantwortlich.
Du zielst in die falsche Richtung!
Darwinistische Verhältnisse hatten wir eh schon, dass manche Radfahrer da jetzt auch mitmachen, spricht für sich. Hauptsache, es geht MIR gut.
@ der Radler: Darwin hat aber durchaus recht. Wenn ich an mein erste Rad – ein 1973 ein Bonanza-Rad – und die Funzel die da montiert war denke. Noch nicht einmal gesehen wurde man mit so einem Licht, geschweige denn dass man selbst was gesehen hätte. Außerdem seh ich ein vernünftiges Licht auch als Notwehr gegen entgegenkommende Autos mit aufgeblendeten Scheinwerfern.
Licht hat für mich etwas mit Sicherheit zu tun und wenn andere mit weniger als 17Lux auskommen muss mir das recht sein, aber ich lass mir sicher nicht von jemandem der nur 5 Meter mit dem Rad nur bei schönem Wetter fährt erzählen wie hell mein Licht sein darf. Es geht um vernünftiges Licht – ich brauche auch keinen 1000 Watt Strahler. Ich muss gesehen werden und muss selbst genug sehen – und das bei jedem Wetter.
Ist ok, mir geht es mehr um die vollkommen überrüstesteten Radfahrer: Heute kam mir so einer wieder entgegen: Helm auf (jeder, wie er will) mit Blinklichtern, 60 Lux vorne plus LED-Licht, mindestens genauso “blendend”, Warnweste, Hundehalsbänder an Armen und Beinen, zusätzliches LED-Rücklicht, Geschwindigkeit über 30 Km/h und wuselt durch die Kolonnen der anderen Radfahrer einfach so durch. Ich bin auf dem Stand der Technik, ihr müsst mich sehen, also Platz da, übelstes Blechdosenverhalten. Fazit: der Mann ist krank und leidet an ADSH oder definierte Rücksichtslosigkeit, wie man will.
@ der Radler
Da sind wir uns im Prinzip einig. Wie die anderen Radfahrer blinken spielt dabei eigentlich keine Rolle, dass sollte jeder für sich entscheiden. Eine ganz andere Sache ist das verhalten von manchen Fahrern. Dabei scheint es auch keine Rolle zu spielen, ob die auf nem Rad oder in ihrer Blechkiste sitzen – es wird grundsätzlich auf niemanden Rücksicht genommen – und das geht überhaupt nicht. Jeder von uns macht Fehler und da sind wir alle auf die Rücksicht der anderen Verkehrsteilnehmer angewiesen.
Wie versprochen: hier der Link zum Artikel zur Lichtpflicht auf BikeBlogBerlin: http://www.bikeblogger.de/?p=8587
Servus. Ich habe zwar nur die ca. ersten 20 Kommentare gelesen, aber ich bin für lichtstarke Ausstattung am Rad. Nicht um auf der Fahrbahn großartig auf mich aufmerksam zu machen, sondern um auf der Radverkehrsanlage die ganzen Unebenheiten und Hindernisse halbwegs zeitig zu erkennen. Ich bin ohne große Anstrengung mit 25~30 KMH unterwegs.
Ich fahre selbst mit dem Philips Bikelight in der Batterieversion. Das ist mit 80 LUX angegeben. Hat aber auch einen Eco-Modus mit 25LUX. Einen Druck auf den Taster und schon schaltet die Lampe um. Auf der Fahrbahn langt das um gut gesehen zu werden.
Des weiteren ist die Lampe grundsätzlich für den Verkehr freigegeben, sprich: sie blendet nicht. Hat nach obenhin eine gute Abgrenzung.
Abgesehen von den Nachteilen von Batterielicht erfüllt diese Lampe alles was man auf halbwegs befestigten wegen benötigt.
Das Problem, dass “normal” beleuchetete Fahrräder schneller übersehen werden könne, ist aber schon klar oder?