Rennradler sind wie Rennautisten …

20 10 2011

die Ihr Hobby, Sport oder was auch immer auf öffentlichen Verkehrsflächen ausüben wollen und dabei keine Rücksicht auf Verluste nehmen.
Zu dieser Erkenntnis musste ich durch die vielen Kommentare bezüglich der unsinnigen Helmpflichtdiskussion bei spon und anderswo kommen.
Stellvertretend für viele der Kommentare:
“Radwege rückbauen, Räder auf die Straße – fertig.
Mit einem lang übersetzten Rad (Rennrad-Gangschaltung) erreicht man locker 30 km/h, kurzzeitig über 40. In der Stadt eine gute Alternative zum Auto, wäre es nicht extrem gefährlich, damit auf Radwegen zu fahren, wo einem alle 50 Meter Geisterfahrer entgegentorkeln oder Kinderwagen in die Bahn geschoben werden.

Ein Problem ist aber auch die mangelnde Erfahrung mit schnellen Radlern hier. In der 30-Zone bin ich etwa so schnell wie ein Auto, Bremskraft und Manövrierfähigkeit sind aber viel geringer. Trotzdem latschen mir die Leute oft seelenruhig vors Fahrzeug.”

Von Autofahrern ist man so etwas ja gewöhnt aber von Radfahrern? Schon wieder fremd schämen heute.

Ich kann mich nur wiederholen: Innerorts Tempo 20 für alle!

Dann würde dieser Wahnsinn IchbinmitdemRadaufjedenFallschnelleralsmitdemAuto oder umgekehrt endlich aufhören.


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8 Antworten

21 10 2011
Zweiradler

Zu diesen alltäglichen Wahnsinnigen auf zwei oder vier Rädern passt sehr gut der Safety Tip #1 von letsgorideabike: “Before riding, remove head from arse.”

Nico

24 10 2011
der Radler

;-)

22 10 2011
Martin

„Radwege rückbauen, Räder auf die Straße – fertig.”
Damit wären praktisch alle Konflikte mit Fußgängern gelöst, die ganzen bescheuerten speziellen Situationen (Geradeausfahrer rechts von Rechtsabbiegern, Fußgängerampeln für Fahrzeuge …) wären nicht existent.
Ein Vorschlag den ich schon lange anwende.

“Mit einem lang übersetzten Rad (Rennrad-Gangschaltung) erreicht man locker 30 km/h, kurzzeitig über 40.”
Eine Feststellung. Nicht mehr.

“In der Stadt eine gute Alternative zum Auto, wäre es nicht extrem gefährlich, damit auf Radwegen zu fahren, wo einem alle 50 Meter Geisterfahrer entgegentorkeln oder Kinderwagen in die Bahn geschoben werden.”
Auch das eine Feststellung, die meiner Erfahrung nach der Realität entspricht, daher “auf die Straße!”

“Ein Problem ist aber auch die mangelnde Erfahrung mit schnellen Radlern hier. In der 30-Zone bin ich etwa so schnell wie ein Auto, Bremskraft und Manövrierfähigkeit sind aber viel geringer. Trotzdem latschen mir die Leute oft seelenruhig vors Fahrzeug.“
Viele wollen tatsächlich nicht einsehen, daß Radfahrer schneller als Joggertempo unterwegs sind. Das sind Fußgänger, die dir unmittelbar vor’s Rad latschen (daher meide ich Radwege), und Autofahrer, die dich anschauen und trotzdem fahren.

Warum du dich an diesem Zitat so aufregst kann nicht verstehen.
Wie kommst du auf das schmale Brett, hier würde jemand ohne Rücksicht auf Verluste agieren? Weil ein Radfahrer 30 fährt? Weil er erkannt hat, daß Radwege mehr Probleme schaffen, statt lösen?

Ich glaube, wenn die geltenden Regeln hinsichtlich der Geschwindigkeit durchgesetzt würden, wären viele Probleme schon gelöst. Oftmals gilt schon 20 oder 30, aber was hilft’s, wenn trotzdem die stadtüblichen 60 gefahren werden?

“IchbinmitdemRadaufjedenFallschnelleralsmitdemAuto”: Muß man verstehen, wie du darauf kommst? Aus der Tatsache, daß in der 30er-Zone Auto- und Radfahrer gleich schnell unterwegs sind?

Also ehrlich, ich les ja gern hier mit, aber hier bist du schon a bißerl über’s Ziel hinausgeschossen.

24 10 2011
der Radler

Interessant, wie man doch Texte unterschiedlich interpretieren kann. Für mich steht jedenfalls hinter diesem Kommentar der Typ Radfahrer, den ich nicht mag. Ich hatte mich hier schon einmal darüber ausgelassen.

Ich weiss nicht, ob diese immer irgendwie auf der Flucht sind. Seinen Sport sollte man dort treiben, wo man andere nicht gefährdet.

Mit Radwegerückbau könnte man sicherlich viele Probleme lösen, aber bei weitem nicht alle. Rücksicht ist angesagt.

Wenn jemand auf noch benutzungspflichtigen Radwegen 30 oder gar 40 fährt, halte ich das bei dem heutigen Verkehrsauflommen für rücksichtslos, auch auf der Straße. Die großen Geschwindigkeitsunterschiede zwischen den Verkehrsteilnehmern sind nun mal oft die Ursache vieler Unfälle. Und die Mehrheit der Radler, zumindest hier, fährt eher unter 15 km/h. Tempo 30 fordern viele, Tempo 20 wäre noch besser für eine stressfreie und entspannte Teilnahme am Straßenverkehr. Entschleunigung sozusagen.

Diese “Rennradler” erinnern mich immer wieder an die Autofahrer auf den Autobahnen, die mit 200 von hinten angeschossen kommen und alle anderen als Schleicher und Bremser (Torkelradler, Fussgänger…) empfinden.

26 11 2011
Kai

Ich glaube auch, dass du das falsch verstanden hast. Man kann Rennrad fahren und sehr sicher unterwegs sein. Du verkennst, dass man beim Trainieren auch sehr viel Fahrerfahrung bekommt. Mit 30 auf der Fahrbahn ist wirklich kein Ding, solange man gewisse Grundregeln einhält. Mit genug Abstand nach allen Seiten fahren, dann kann man auch noch bremsen oder ausweichen, wenn ein Fussgänger hinter einem Auto auf die Strasse tritt.

Wenn man schneller als 15 km/h unterwegs ist, ist ein Radweg auf jeden Fall unsicherer. Wer 30 auf dem Radweg fährt, ist allerdings wirklich ein Idiot.

27 11 2011
der Radler

Da widersprechen wir uns ja nicht, ich meine die Rennradler im normalen Straßenverkehr auf Radwegen.

3 01 2012
Gerrit Moritz

Ich weiß nicht, ich weiß nicht….
in der Ebene fahre ich OHNE ANSTRENGUNG 20 km/h, bei normaler anstrengung bis an die 30 KM/h… wenn ich flott voran kommen will, sind auch an die 40 KM/h drin.. im Windschatten sind nicht mal 50 km/h unmöglich.
UND ich fahre kein Rennrad… ich bin mit einem MTB unterwegs, ganz übliche XT-schaltung.
Ja, ich weiß selbst das viele Radfahrer im Bereich 16~22 km/h unterwegs sind. Das zeigt eines der generellen Probleme im Radfahrbereich auf. Das Spektrum der gefahrenen Geschwindigkeiten ist recht groß.

Auf dem Radweg sind 40 km/h echt grenzwertig, keine Frage. Daher nach wie vor die Sache mit der Fahrbahn. Solange viele Städte an ihrer Radwegbenutzungspflicht festhalten, bleibt es kritisch. Auf der Fahrbahn ist ausreichend platz, dass zügige Radfahrer andere Radfahrer gefahrlos überholen können.

Auf eine stressfreie Sasion.

4 01 2012
der Radler

“Auf eine stressfreie Sasion.” Hoffentlich, wenn nämlich unter Radfahrern auch schon das Recht des Schnelleren gilt, au Backe. ;-)

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