Auf unterbelichtete Vollspacken …

18 10 2011

auf zwei Rädern traf ich heute, gleich 5 an der Zahl. 2 davon waren auch noch in schwarz gekleidet. Jetzt höre ich mich schon wie Autofahrer an, aber die haben da voll und ganz recht. Ohne Licht, ich verstehe es einfach nicht. Fremdschämen.


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10 Antworten

18 10 2011
Ulrike

Ich versteh’s auch nicht. Und da ich auch hin und wieder Auto fahre, kann ich bestätigen, dass man Räder ohne Licht sehr, sehr schwer erkennen kann. Noch schwerer, wenn’s dann auch noch regnet.

Ich vermute mal, das sind Leute, die hin und wieder mit dem Rad durch die Gegend gondeln oder “arme” Studenten. Denn ansonsten ist eine von selbst funktionierende, sehr zuverlässige Beleuchtung via Nabendynamo einfach perfekt. Aber das Geld muss man dann halt auch investieren (wollen).

18 10 2011
der Radler

Natürlich hatte es heute auch noch geregnet. Einer von denen hatte ein Rennrad mit aufgesteckten Batterieleuchten, aber nicht an oder leer oder was auch immer. De war auch noch ziemlich schnell unterwegs, und kreutze Ampeln bei grün ebenso schnell, wohl im Gottvertrauen, dass abbiegende Autofahrer ihn schon sehen, unfassbar.

19 10 2011
Roland Brühe

Jetzt geht das leider wieder los. Mir begegnen im Dunkeln inzwischen wieder reichlich Radler ohne Licht. Und insbesondere, wenn die auf meinen Weg einscheren, kommt es zu teilweise brenzligen Situationen. Auch wenn es mir unangenehm ist, rufe ich inzwischen doch manchmal Radlern auf Radwegen zu “Bitte Licht anmachen!” Es ärgert mich einfach zu sehr.
Und auch der arme Student müsste doch irgendwie eine funktionierende Lichtanlage hinkriegen können. Aber vielleicht ist es auch schlicht und ergreifend Gedankenlosigkeit. Nach dem Motto: In der Stadt ist es ja beleuchtet…

20 10 2011
der Radler

Der Rennradler von vorgestern war heute wieder ohne Licht unterwegs, also mit Vorsatz. Allerdings war es heute heller, da es nicht geregnet hat.

2 11 2011
luxusparkplaetze

http://www.veloplus.ch hat einen Film erstellt zum Thema Velo und Licht:

Was sieht eine Autofahrerin, ein Autofahrer bei 50kmh in der Dunkelheit von der radelnden Person?
Da ist alles dabei, vom latent suizidalen Schwarzfahren bis hin zum Rad mit Normalausrüstung und einigen zusätzlichen Reflektoren.

Ich kann nicht nachvollziehen, wie man das Leben aufs Spiel setzen kann für höchstens gesparte 50.- für ein gutes Licht bei Dunkelheit!

https://luxusparkplaetze.wordpress.com/2009/11/01/von-schwarzfahrerinnen-anderen-gefahrlichkeiten/

3 11 2011
der Radler

Funktionierende Beleuchtung am Fahrrad ist zwingend notwendig, aber gegen dunkle Kleidung zu sein und den ganzen Körper mit irgendwelchen Reflektionsbändern zu bekleben, halte ich für unnötig. Ich gehe sogar soweit, das unsozial zu nennen, da die Wahrnehmung des Autofahrers gegenüber Radfahrern noch mehr eingeschränkt wird. Er nimmt Radfahrer nur noch mit Reflektionsbändern oder gar Warnwesten wahr, alle anderen sind selber schuld. Eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 20 oder 30 in den Städten, und zwar für alle, würde die Sicherheit deutlich steigern.

Es gibt hier in Deutschland, wie sicherlich auch in der Schweiz ein Sichtfahrgebot. Kaum ein Autofahrer hält sich im Dunkel daran

„Nicht die, die gefährdet werden, sondern die, die gefährden, müssen in die Pflicht genommen werden“ , hatte ich hier schon zum Besten gegeben.

3 11 2011
luxusparkplaetze

Sorry, falls es ein Missverständnis gab. Mit Schwarzfahrenden meinte ich nicht die Kleidung, sondern das fehlende (obligatorische) Licht während der Dunkelheit. Ob grünes T-Shirt oder schwarze Jacke macht bei Dunkelheit keinen Unterschied. Gefühlte 1/3 aller Radfahrenden zähle ich auf meinen Wegen zu diesem latent suizidalen dafür lichtsparendem Personenkreis. Ich kann das nicht nachvollziehen, nicht mal aus ökologischen Gründen. Habe mir schon überlegt, ihnen 10.- anzubieten, als Anzahlung für eine Beleuchtung!

Aus dieser Perspektive habe ich auch den Film angeschaut: ohne Licht ist erst in der letzten Sekunde vor dem Überholen die radfahrende Gestalt schattenhaft sichtbar.

Mit dunklen Gehende habe ich kein Problem, die haben normalerweise ja auch nicht besonders viel Tempo drauf, so dass ich nicht mehr bremsen könnte. Aber die auf den Rädern, kompensieren ihr fehlendes Licht manchmal durch Handy am Ohr…
Ich hatte schon mehrere Fastzusammenstösse mit solchen, weil Radfahrende im Eiltempo unterwegs waren im Dunkeln und ich sie deswegen schlicht nicht gesehen habe, das bei ca. Tempo 20 meinerseits – auf einem Zebrastreifen rechne ich ja auch nicht mit einem strassenüberquerenden Flitzer ohne Licht in vollem Garacho dahinsausen. Ich wär schon fast mal gewalttäig geworden deswegen, weil ich mich so geärgert hatte…

In der Schweiz gibt es die Regel von wegen an die Verhältnisse angepasste Fahrweise… Hier ist es ähnlich, 130 kmh auf der Autobahn mit kaum 1 Sekunde Abstand – ich bin ehrlich geschrieben erstaunt, dass es nicht mehr Unfälle bei solchen krassen Verstössen gibt.

Beim anderen, das du geschrieben hast, finde ich es schwierig, verschiedene Ebenen miteinander zu vermischen.

Bezüglich der Geschwindigkeit bin ich ganz deiner Meinung, in bewohnten Gebieten gilt (diskussionlos) Tempo 30.
Die Verkehrssituation würde sich für alle entspannen, die Lebensqualität der dort wohnende würde steigen, etc.
In der Zwischenzeit ist Nacht-Tempo-30 in Diskussion.
Die durchschnittliche Geschwindigkeit in Städten hier ist etwa Tempo 30, obwohl auf den Tafeln 50 steht, mit Tempo 30 wäre der Verkehr deutlich flüssiger und Unfälle hätten weniger tragische Folgen.
Bei Tempo 30 angefahrene Personen überleben 9 von 10 den Unfall.
Bei Tempo 50 überleben gerade mal 3 von 10 angefahrenen Personen. Der Aufprall mit Tempo 50 entspricht etwa dem Sprung vom 10m Turm auf Asfalt. Hilft da ein Helm? Eben… langsameres Tempo jedoch sehrwohl!
Die Zahlen stammen von http://www.bfu.ch.

Bezüglich meiner eigenen Sicherheit, sprich Sichtbarkeit und Abstand, bin ich klar anderer Meinung.
Für neue Autos wurde hierzulande die Tageslichtpflicht eingeführt ab 1.1.2011. Die Situation in Deutschland kenne ich nicht.
Als Radfahrerin bin ich nicht gleich gut sichtbar wie ein Auto, da ich deutlich weniger Platz verbrauche. Fahren Autos nun mit Taglicht, bin ich noch weniger sichtbar.
Da ich gutes Geld ausgegeben habe für einen energieffizienten Nabendynamo aus deutscher Wertarbeit, ist der in der Zwischenzeit Daueran. Dazu kommt die Kelle, die mir die Autos vom Leibe hält, wirkt gut, denn ich bemerke, wenn sie nicht draussen ist. Scheint auch ein ganz probater Diebstahlschutz, mir wurde noch ein solch beschmücktes Rad ohne meine Einwilligung abgezügelt.

Sichtbarkeit gegenüber Autofahrenden ist meine Lebensversicherung genauso wie genügend Abstand zu sich potentiell öffnenden Autotüren oder Bremsbereitschaft in der Nähe von spielenden Kindern. Das ist meine Devise. Ich will ja nicht die bereits hohen Unfallzahlen von toten Radfahrenden im städtischen Verkehr noch erhöhen. In diesem Punkt bin ich egoistisch, ich gebs zu. Es geht ja auch um mein Leben. Und wenn eine meiner Massnahmen der besseren Sichtbarkeit dazu führen, einmal weniger plattgekarrt zu werden nebst den Taglicht-Autos, dann hat es sich gelohnt.
Die eigene Sichtbarkeit zu optimieren in Anbetracht von Taglich-Autos, liegt in der Eigenverantwortung jeder einzelnen Person.

Für mich hat aber auch das Reflektorpflastern irgendwo seine Grenzen. Das mit der Warnweste habe ich mir überlegt, aber wieder verworfen, weil ich sowieso meist mit Rucksack unterwegs bin und sie verdeckt wäre.
Klar “gewöhnen” sich auch die Autofahrenden an die besser sichtbaren Räder und die ohne sind tendenziell im Nachteil. Wobei, Reflektoren an Velos sind hierzulande zumindest ein Minimum vorgeschrieben.

Irgendwann wird das Reflektor-Dings ähnlich ausarten wie das mit den Helmen, wo dann in der Presse steht, ob die verunfallte Person einen Helm trug, egal was los war.

Ich bin der Meinung, beide müssen in die Pflicht genommen werden, die Autofahrenden, dass sie sich besser an die Regeln halten und den Radfahrenden ihren Platz zugestehen. Aber auch die Radfahrenden müssen sich zumindest an die elementarsten Regeln halten, sonst klappt das nie.

4 11 2011
der Radler

Stimme mehr oder weniger zu ;-) . Mit Taglicht fahre ich nicht, könnte sich aber tatsächlich ändern, da die neuen Autos auch schon alle über diese Taglichtfunktion verfügen. Würde mir ja nicht weh tun ;-) , würde aber alle anderen, die ohne fahren, sich nachteilig auswirken.
Aber man darf sich da nichts vormachen, Hauptursache ist und bleibt: zu viel Verkehr, der viel zu schnell unterwegs ist. Entschleunigung würde allen gut tun.

6 11 2011
luxusparkplaetze

Oh, warts nur ab, plötzlich wird folgendes obligatorisch auf dem Rad:

- Taglicht
- Nachts Vorderlicht mindesten 20 Lux hell leuchtend + Standfunktion
- Nachts Hinterlicht mit mindesten 3 Leuchtpunkten + Standfunktion
- mind. 4 blinkende Speichenreflektoren an jedem Vorder- und Rückrad
- Integralhelm, angeklebte Perrücke optional
- Ellenbogen-, Handgelenk und Knieschutz
- Handschuhe mit verstärkten Innenflächen
- optionaler Brust- + Rückenpanzer
- an 10 mind. 1 cm grossen Punkten blinkende sichtbare LED-Warnweste
- mind. 1/2 m2 Fläche mit Reflektoren an Rad und Kleidern
- Abstandkelle
- Nummernschild mit Grossbuchstaben (wie bei Mofas)
- Mindestalter auf Radstreifen…
Hab ich etwas wichtig Schikanöses vergessen?

Nur so kann endlich die freie Fahr für freie Bürger gewährleistet werden und die altbewährten 60kmh werden wieder eingeführt auch mitten in bewohnten Gebieten ;->

Bei uns sind sie am Diskutieren eines Helmobligatoriums für Kinder 14. Dabei würde Tempo 30 generell deutlich weniger Tote und Schwerverletzte bedeuten und Helme hätten auch einen Nutzen!

Wie “frei” ist eigentlich diese “Freie Fahrt”? Die Auflösung steht hier
http://velowerk.ch/luxus.htm :-D

7 11 2011
der Radler

Mach keinen Quatsch :-)
Freie Fahrt haben die meisten eh nicht mehr, morgens stehen sie alle und rollen ein wenig voran. Ich radle dann gemütlich an denen vorbei. ;-)

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