Der Kollaps unseres Mobilitätssystems

30 12 2010

Der zweite Winter, der seinen Namen auch verdient, in Folge, und das System unserer Mobilität scheitert auf breiter Front. Jetzt haben wir nicht nur auf allen Nebenstraßen noch Eis und Schnee, nein selbst auf den Bundesstraßen und Autobahnen wird nur begrenzt geräumt. Streusalzmangel wird in den nächsten Tagen die Situation noch verschärfen. Die Wetterprognose sagt Eisregen und leichtes Tauwetter voraus, eine Sperrung von Autobahnen wird in Aussicht gestellt. Merkt eigentlich irgendjemand da draußen, dass es so nicht weitergehen kann. Freie Fahrt für freie Bürger können doch nur noch Vollspacken fordern. Der motorisierte Individualverkehr wird zur Geißel der Menschheit, aber es merkt keiner. Autofahrer stehen jeden Tag Stunden im Stau und – finden das normal. Eine Reise ohne Stau wird als merkwürdig empfunden, kollektives, kilometerlanges Stehen im Stau dagegen nicht.
Die Wege müssen kürzer werden, egal ob zur Arbeit, zum Einkauf etc.. Was soll der Schwachsinn, dass Joghurt quer durch die Republik vom Süden in den Norden und umgekehrt transportiert wird? Wozu fahren gesunde Menschen mit dem Auto eine 2 km lange Strecke, um Brötchen zu holen. Eine Tonne Blech und Plastik bewegt 70 kg Mensch + zwei Brötchen, wie intelligent ist das denn? Milliarden werden in den Ausbau und den Unterhalt des Straßennetzes gesteckt. Die hoch gepriesene Mobilität unserer Gesellschaft ist schon längst gescheitert, genauso wie das Finanz- und Wirtschaftssystem. Es wird nur künstlich, und das weltweit, am Leben erhalten. Aber, es wird weiter asphaltiert oder betoniert oder was auch immer. Der Autogott verspricht die Lösung aller Probleme.
So, das musste jetzt mal raus! Wer das lesen will, mir egal. Dieser Autowahn geht mir einfach auf den Sack.
Frohes Neues Jahr!

PS Ich bin nicht gegen den motorisierten Individualverkehr, aber ich bin für eine vernünftige und sinnvolle Nutzung.





Mehr Autoverkehr – sofort … Spikereifen Snow Stud – vierte Eindrücke

28 12 2010

Nach einer Woche Abstinenz (Urlaub) bin ich seit gestern wieder mit dem Rad unterwegs. Die Schneemenge hat deutlich zugenommen. Die Räumung der Straßen durch die Stadt hat deutlich abgenommen. War ja nicht anders zu erwarten. Witzigerweise werden den Bürgern dieser Stadt, sobald sie ihrer angeblichen Räumpflicht nicht nachgekommen sind, Knöllchen verpasst. Aber, das ist ein anderes Thema. :-)
Zurück zu den Spikereifen: Ich fühle mich immer noch sicher auf dem Rad, auch wenn die Spikes bei der Schneemasse nur noch bedingt helfen. Spätestens aber, wenn die Räder aufgrund des vielen Schnees wegrutschen, greifen die Spikes wieder. Es ist zur Zeit, man kann es nicht anders sagen, ein echter Ritt auf dem Rad, Sport pur und natürlich motorisches Feintuning. Zwischen den Jahren arbeiten zu dürfen ist zwar nicht schlecht, aber viele andere, vor allem scheinbar die Autofahrer, haben halt frei. Eindeutiger Nachteil für uns Radfahrer: der viele, lose und angetaute Schnee wird von den Blechdosen nicht platt gefahren. ;-) Selten habe ich mir mehr Autoverkehr gewünscht. :-)
Die Räumdienste, wenn sie denn unterwegs sind, befreien in erster Linie die Straßen von Schnee und Eis und häufen hier und da meterhohe Berge, wo na, auf Fahrradwegen und Querungshilfen für Radfahrer und Fußgänger. Konnte ich heute leider nicht visuell festhalten, war noch zu dunkel.
Aus diesen Gründen musste ich zweimal absteigen und mein Rad über diese Hindernisse mehr oder weniger tragen. Ich war heute aber in Vollausstattung unterwegs, Spikereifen am Fahrrad und Spikes an den Schuhen. :-)





Mehr Schnee = mehr Abstand?:

15 12 2010

Nun nochmal, irgendwie war die Umfrage verschwunden?





Spikereifen Snow Stud – dritte Eindrücke

14 12 2010

Ein Leben ohne Spikereifen ist nicht mehr vorstellbar. ;-) Gestern Nachmittag brach hier der Winter mit voller Kraft wieder ein. War eigentlich laut Wetterprognose auch nicht anders zu erwarten. Nachmittags stand der motorisierte Verkehr, mehr oder weniger. Ich durfte an einer Ampel 8 PKW überholen und schlängelte mich durch den Verkehr.
Ausgerechnet am Abend musste ich noch einmal los, 11 km hin und 11 km wieder zurück. Die Radwege waren auf der Hinfahrt so gut wie gar nicht geräumt. Also befuhr ich die Straße. Mit den Spikereifen war das überhaupt kein Problem.
Die Autofahrer, ich kann es bis jetzt noch nicht wirklich glauben, überholten mich alle mit großem Abstand. Keiner hat gehupt, wie sonst üblich, wenn man sich in „deren Revier“ bewegt. Fazit: Das Fahren mit dem Rad ist zur Zeit deutlich sicherer als sonst, trotz der angeblich so widrigen Straßenverhältnisse. Ich bin für Schnee, jeden Tag. :-)





Spikereifen Snow Stud – zweite Eindrücke

9 12 2010

Ich habe den Luftdruck jetzt auf 3,5 bar hinten und 3 bar vorne gelassen, ein guter Kompromiss. Heute hatten wir hier eine geschlossene Schneedecke, darunter zum Teil verreiste Spurrillen von den Blechdosen. Alles kein Problem, man fährt wie auf Schienen. Ist die Schneedecke bereits weich, bricht man allerdings nach wie vor ein, schlingert ganz kurz und bekommt dann aber aufgrund der Spikes sofort wieder Halt. Man fährt viel besser mit Spikes, also die Anschaffung des Jahres. Das diese Einschätzung nicht nur subjektiv ist, belegen die vielen anderen Radler ohne Spikes, die entweder ganz vom Rad absteigen, in den Seitenstraßen auf die geräumten Fußwege ausweichen, oder wirklich so vor einem herumeiern, dass einem Angst und Bange wird.
Sogar einige Autofahrer durfte/musste ich heute überholen, Höchststrafe für diese oder? ;-)





Ein echtes Schätzchen …

8 12 2010

habe ich heute gesehen. Miele, wie viel davon wohl noch original ist?





Lastenträger vorn – jetzt überall

3 12 2010

Unglaublich, da hat man sich endlich sein Rad mit Lastenträger vorn, der passenden Kiste, Lenkungsdämpfer und Zweibeinständer zusammengebaut, dann gibt es so etwas beim örtlichen Fahrradhändler fix und fertig. Man kann auch noch wählen zwischen Lastenträger pur, mit Kiste oder sogar mit Korb. Etwas klobig sehen sie ja aus, aber eben fertig. Dafür werden/sollten die Rahmen aber auch für größere Lasten ausgelegt sein. Fazit mein Rad ist natürlich schicker, ob es die Lasten auch auf Dauer aushält, wird sich zeigen. Das nächste Fahrrad kommt auf jeden Fall aus Holland. :-)


Die Farbwahl ist allerdings gewöhnungsbedürftig. :-)


Mit Nabendynamo und soweit ich mich erinnern kann, Dreigang-Nabenschaltung.


Einen extra Lenkungsdämpfer braucht man auch nicht, da man die Lenkung arretieren kann. Toll.





Spikereifen Snow Stud – erste Eindrücke

3 12 2010

So, nun hatte ich gestern und heute das Vergnügen, die Spikereifen bei winterlichen Verhältnissen zu fahren. Gestern Abend war die Schneedecke neu und fest. Auf solch eine Grundlage kam ich bisher auch ohne Spikes gut zurecht. Der Unterschied zwischen Reifen mit und ohne Spikes ist sicherlich in Kurven und bei Bremsmanövern ausschlaggebend. Man fährt wirklich wie auf Schienen und der Bremsweg ist auch kürzer.
Gestern bin ich die Reifen mit 4,5 bar gefahren, heute Morgen hinten mit 3,5 und vorne mit 3 bar. Bei niedrigerem Luftdruck sollen die etwas seitlich angebrachten Spikes besser greifen. Da die die Schneedecke heute Morgen schon weich war und man so mit dem Reifen hier und da „einbrach“, kam ich trotz Spikes einmal ins Schlingern. Die Spikes griffen dann aber sofort und man fuhr wieder geradeaus. Andere Radfahrer schlingerten permanent oder stiegen sogar ab. Das kann natürlich auch an meinem im letzten Winter perfekt trainierten Gleichgewichtssinn liegen. ;-)
Ob man mit weniger Luftdruck besser fährt, sei dahingestellt. Das Problem ist einfach, dass die Verhältnisse sehr unterschiedlich sind und man so mit einem „Kompromissluftdruck“ fahren muss.
Wie sich die Reifen bei Eisglätte verhalten, wird sich eventuell schon am Sonntag zeigen, da haben sie hier Tauwetter und Eisregen angesagt. Bei normaler Raureifglätte oder überfrierende Nässe greifen die Spikes locker bis auf den Asphalt durch.





Regenhose = Thermohose

1 12 2010

Bei Niederschlägen im Sommer ist ja die Regenbekleidung dafür da, trocken zu bleiben. Leider wird einem, zumindest mir, unter dieser Bekleidung oft so warm, das ich schnell schwitze. Ergebnis außen trocken, innen nass. Bei den heutigen Temperaturen -8,3 Grad und Ostwind der Stärke 4 ist eine Regenhose die bessere Alternative zu der gemeinen langen Unterhose. ;-) Man kann sie schnell an-, aber auch wieder ausziehen. Im warmen Büro den ganzen Tag mit der langen Unterhose zu sitzen, ist nämlich wahrlich keine Freude und das Umziehen umständlich.








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