Es ist ja geradezu langweilig ohne Eis und Schnee, aber gestern habe ich mir noch einmal richtig die Eis- und Schneekante gegeben. Selbst Schuld! Ich konnte es nicht mehr ertragen, auf meinem bevorzugtem Weg nach Hause / zur Arbeit zu verzichten. Vor ein paar Tagen habe ich es schon einmal versucht, bin aber nach 50 m wieder umgekehrt. Ich brach mit den Reifen bis zu 10 cm ein. Das ging gar nicht.
Gestern dann habe ich es auf dem ersten Stück rund eine Minute ausgehalten, bin dann aber abgebogen. Der Bach links war mir doch irgendwie zu nah.
Die weitere Strecke sah nur noch vereist aus. Auf der vermeintlich eisfreien Straße kam ich zunächst nicht auf das Pflaster, weil das Rad auf dem Eis woanders hin wollte. ![]()
Hier dazu das Video, wie bekloppt kann man(n) sein!!
Es kommt noch eine Steigerung. Ich wollte keinen Umweg fahren und fuhr wider besseren Wissens in die nächste Eisfalle. Natürlich ohne Spikes an den Füßen (ich hatte sie dabei, war aber zu faul). An einer kleinen Anhöhe blieb ich dann mit dem Rad liegen. Das Hinterrad drehte durch, ich konnte so vorsichtig treten wie ich wollte, es ging nicht mehr.
Ich bin noch nie in meinem ganzen Leben mit einem durchdrehenden Hinterrad liegen geblieben.
Ich musste also absteigen, auf blankem Eis und ohne Spikes. Vor mir ein paar Kinder, die sich laut juchzend dauernd auf die Nase legten. Zu Fuß bin ich dann die lächerliche Anhöhe hochgeeiert. Oben dann wieder aufs Fahrrad geschwungen, laufen war auch nicht besser. Als ich die Kinder überholte, ungläubiges Staunen und die Frage: Wie macht der Mann das? Angebermodus an „Meine Gleichgewichtsorgane sind durch diesen Winter so was von perfekt geschult, da fällt man nicht!“ Angebermodus aus Auf deutsch: Ich hatte Glück.
Ich wiederhole mich „wie bekloppt kann man(n) sein.



