Ich habe die Nase voll.
Die Straßenverhältnisse sind zwar ok, aber die Autofahrer drehen wieder vollkommen durch.
Heute Morgen gegen 8:00 Uhr: Erst überholt mich eine Mord-KA-Autofahrerin mit einem Abstand von 20 cm, so knapp, dass ich auf das hintere Seitenfenster als Warnung klopfen konnte. Ihr folgt dann direkt ein Mordolvo-Fahrer. Wie die Lemminge, unfassbar, hinter mir und vor mir wurden ebenfalls Radfahrer knapp überholt.
Der Mordolvo ist mir in den letzten Wochen schon mehrmals unangenehm aufgefallen, wie er andere Verkehrsteilnehmer zusammen gehupt hat.
Normalerweise kann hier kein Autofahrer einen Radfahrer mit dem notwendigen Abstand überholen, bei den jetzigen Verhältnissen schon gar nicht. An beiden Straßenrändern liegen noch Schnee- und Eisreste, sodass die Fahrbahn noch schmaler ist als sonst. Mit der linken Reifenspur fuhren beide Autos auch noch auf Eis und Schnee. Wie schnell man dann ins Schlingern kommen kann, schien beiden egal zu sein, sie haben ja ihre Blechhülle und Beton im Hirn. A….loch Vollspacken Punkt.
Da selbst dieses Blog, was ja auch meinem persönlichen Frustabbau dienen soll, heute dafür nicht mehr ausreicht, habe ich soeben eine Online-Anzeige gestellt, Kennzeichen habe ich, Zeugen leider (noch) nicht. Deswegen wird das ganze wohl im Sande verlaufen, aber ich nerve, dass reicht mir erst einmal.
Boah!




Kleine (wirklich wahre) Geschichte am Rande. Es begab sich noch zu der Zeit, als ich noch mit nur 40-50cm Abstand zum Bordstein fuhr. Da überholte mich ein LKW mit Anhänger mit 30cm Abstand. Ich hatte in diesem Augenblick wirklich Angst um mein Leben. Nummer merken und umdrehen zur nächsten Polizeistation war für mich eins. Auch wenn ich keine Zeugen hatte, wollte ich wenigstens, dass der LKW-Fahrer wenigstens mitkriegt, was er für einen Mist gebaut hat, selbst wenn er wahrscheinlich ohne Strafe davon käme.
Das Erlebnis auf der Polizeistation setzte der Sache dann aber die Krone auf. Die Beamten weigerten sich strikt, überhaupt nur eine Anzeige aufzunehmen.
Zitat:
“Es ist ja nichts passiert, also war der Abstand doch groß genug”
“Wenn ich nicht sicher genug wäre in so einer Situation gerade zu fahren, dürfte ich gar nicht am Straßenverkehr teilnehmen”
“Wenn es mir auf der Straße zu gefährlich wäre, solle ich doch auf dem Bürgersteig fahren”.
Den Namen des Polizeibeamten habe ich mir vorsichtshalber mal gemerkt. Ob es was nutzt, sich auf ihn zu berufen, wenn man mal von der Polizei auf dem Bürgersteig angehalten wird, möchte ich aber doch bezweifeln. Irgendwann hatte ich dann keinen Bock mehr auf diese Realsatire und gab entnervt auf. Meine Wut war zu diesem Zeitpunkt schon nicht mehr groß genug um die Sache weiter durchzuziehen.
Zum Glück kann man das ja mittlerweile online erledigen.
Ich habe nur in der ersten Wut vergessen, mir die Adressen von den beiden anderen Radfahrer geben zu lassen. Vielleicht treffe ich sie morgens irgendwann wieder, man sieht sich ja so jeden Tag. Wenn nicht hat die Anzeige natürlich wenig Aussicht auf Erfolg.
“Dieses entnervt aufgeben” kann ich gut verstehen. Bisher habe ich auch alles so hingenommen. Die nächste Stufe war dann dieses Blog. Aber gestern war einfach der “Bock fett”. Und irgendwie, vielleicht bilde ich es mir auch ein, werden die Autofahrer (natürlich nicht alle) immer unverschämter. Ich glaube nicht, dass meine Reizschwelle gesunken ist.
Ich glaube eher, dass es auch daran liegt, dass der motorisierte Verkehr ständig zunimmt. Irgendwie passt das aber wieder nicht zu dem Trend, dass in allen Städten versucht wird, den Radverkehrsanteil zu erhöhen. Komisch das!
Ich werde mir jedenfalls demnächst, wenn es wieder hell genug ist, die Kamera montieren, um den einen oder anderen Vollspacken zu dokumentieren.
Ein “noch” und ein “wenigstens” schenk ich Dir ;o)
Polizisten sind eben auch nur Autofahrer. Traurig, aber wahr.
Ich bin gestern auch so einem Idioten begegnet. Obwohl mir zwei Radfahrer entgegenkamen, hat er sich noch zwischen mir und denen durchgequetscht. Da waren auch nur noch maximal 30 cm Platz. Das nächste Mal werd ich wohl noch weiter links fahren müssen. Und eine Kamera wär natürlich auch praktisch, mal sehen.
Ich glaube, man muss sich tatsächlich endlich wehren, egal in welcher Form.
Bei mir ist das Fass zur Zeit voll.
[...] wäre eigentlich mal wieder eine Anzeige fällig, aber ich warte erst einmal ab, was aus meiner Erstanzeige [...]
Abfotografieren oder filmen, am besten mit Lenker oder Helmkamera
http://www.helmkamera-systeme.de/?helm-kamera=Bike/Rennrad
und online bloßstellen. Wenn solche Leute nicht zur Strecke gebracht werden bleiben andere Radfahrer auf der Strecke.
Ich habe so eine Cam schon, an diesem Tag war es einfach noch zu dunkel.
.
Ansonsten nehme ich immer fleissig auf, wie z. B. hier http://velowahnsinn.wordpress.com/2010/02/24/autofahrer-haben-morderpotentiale-und-dann-angst-vorm-trecker-vollspacken/